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Hämorrhagische Kaninchenkrankheit

Stand: 27.07.2016


Die Hämorrhagische Kaninchenkrankheit (RHD - Rabbit Haemorrhagic Disease) breitet sich weiter aus, siehe auch Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts (https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/haemorrhagische-kaninchenkrankheit).

Die Kaninchen können über eine Impfung geschützt werden. Derzeit stehen keine in Deutschland zugelassenen Impfstoffe zur Verfügung. Jedoch können über die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nach § 11 Abs. 6 Nr. 2 des Gesetzes zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (Tiergesundheitsgesetz- TierGesG) vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324), zuletzt geändert mit Gesetz vom 3. Dezember 2015 (BGBl. I S. 2178, 2183) in anderen Mitgliedstaaten zugelassene Impfstoffe eingesetzt werden.

Hierfür sind Voraussetzungen zu erfüllen, die bundeseinheitlich festgelegt sind, um ein Mindestmaß der Überwachung des kontrollierten Einsatzes dieser nicht zugelassenen Impfstoffe zu gewährleisten.

Der Antrag ist durch den Impftierarzt an die zuständige oberste Landesbehörde, in dem der Impfstoff zum Einsatz kommen soll zu richten. In Niedersachsen ist ein formloser Antrag (per E-Mail: poststelle@ml.niedersachsen.de, Fax: 0511/120-2385 oder Post: Calenberger Str. 2, 30165 Hannover) an das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit folgenden Anlagen zu stellen:

- Name/Bezeichnung des Impfstoffes und Chargennummer der zum Einsatz kommenden Impfstoffcharge.

- Benennung der Bestände / Kaninchenhalter mit vollständiger postalischer Anschrift bei deren Tieren der Impfstoff zur Anwendung kommen soll. Dieses können sowohl Einzelpersonen als auch Zuchtgemeinschaften oder Vereine sein. Bei letzteren Beiden wird nur die Vereinsanschrift benötigt, alle Tiere der Mitglieder sind automatisch von der Ausnahmegenehmigung abgedeckt.

Die Genehmigung wird mit einer Laufzeit von einem Jahr erteilt. Eine Erweiterung der Ausnahmegenehmigung um weitere Impfbestände ist jederzeit möglich. Es ist zu beachten, dass eine Bestellung und Anwendung des Impfstoffes nur mit einer gültigen Genehmigung möglich ist.

Für die Genehmigung fällt eine Verwaltungskostengebühr gemäß Gebührenordnung für die Verwaltung im Bereich des Verbraucherschutzes und des Veterinärwesens (GOVV) vom 29. November 2014 (Nds. GVBl. S. 318), zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. September 2015 (Nds. GVBl. S. 181), an. Die Grundgebühr für die Genehmigung oder die Erweiterung einer bestehenden Genehmigung beträgt 40,00 € zzgl. 10,00 € je Impfbestand, höchstens jedoch 250,00 €.

Über die Lieferfähigkeit des Impfstoffes und dessen Kosten geben Ihnen die Hersteller bzw. Vertreiber des Impfstoffes Auskunft.

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