LAVES klar

Sitzung des Landeslenkungsstabes am 27.07.2017 zu Maul- und Klauenseuche (MKS):

Stand: 20.09.2017


Minister Meyer spricht sich für die Impfung gegen MKS aus

Im Rahmen einer Übung zu MKS Bekämpfungsmaßnahmen hat der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer am 27.07.2017 den Landeslenkungsstabeinberufen. Der Landeslenkungsstab setzt sich aus dem interministeriellen Krisenstab, Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Kammern und der niedersächsischen Tierseuchenkasse zusammen.

Impfungen werden im Nutztierbereich vielfältig eingesetzt, um die Tiere vor Erkrankungen zu schützen und hochwertige Lebensmittel zu produzieren. Bei einigen Tierseuchen (MKS und Klassische Schweinepest) können sie auch zur Bekämpfung von Seuchenausbrüchen eingesetzt werden. Anhand eines konkreten MKS-Ausbruchsszenarios aus dem Bereich des Zweckverbandes Veterinäramt JadeWeser wurde die Vorgehensweise bei einer Notimpfung dargestellt.

Als Grundlage hierfür dient das bundesweit abgestimmte Konzept für die Notimpfung von Klauentieren bei einem Ausbruch von MKS. Dieses sieht vor, dass in einem Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb alle Schweine und Rinder geimpft werden. Hierdurch soll die Anzahl neuer Infektionen von Klauentieren verringert werden. Die Umgebungstötung, als ein Instrument der Tierseuchenbekämpfung, würde auf ein Minimum reduziert werden. Die Ergebnisse von Simulationsstudien des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zu MKS anhand von Echtdaten niedersächsischer Tierhalter zeigen, dass die Impfung eine herausragende Bedeutung für eine erfolgreiche, kostengünstige und gesellschaftlich akzeptierte Bekämpfungsstrategie ist.

Ziel der Impfung ist die Nutzung der geimpften Tiere und deren Erzeugnisse. Fleisch und Milch gegen MKS geimpfter Tiere sind vollumfänglich genusstauglich, unterliegen jedoch Handels- und Verbringungsbeschränkungen. Diese sind in zeitlich abgestuften Anforderungen während eines Zeitraumes von sechs Monaten nach dem letzten Ausbruch einzuhalten.

Nach eingehender Beratung und Diskussion haben die Teilnehmer am Ende der Sitzung der Impfung als Bekämpfungsmaßnahme gegen MKS zugestimmt. Herr Minister Meyer hat sich deutlich für die Durchführung einer Impfung und damit gegen eine Umgebungstötung in einem Umkreis von drei Kilometern um einen Ausbruchsbestand ausgesprochen.

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