LAVES klar

Hobbyhaltungen

Die Schutzmaßnahmen, die im Seuchenfall vom Veterinäramt für empfängliche Tierbe-stände angeordnet werden, sei es Absonderung von Tieren, Sperre eines Bestandes, eines Gebietes, einer Ortschaft, eines Kreises, Tötung von Tieren, Untersuchung oder Impfung von Tieren, gelten grundsätzlich auch für Hobbyhaltungen.

Die Tierbesitzer haben dieselben Verpflichtungen wie die Besitzer von landwirtschaftli-chen Nutztieren, also wie Landwirte, Viehhändler und Tiertransporteure. Insbesondere ist wichtig, dass sich Hobbyhalter beim Bekanntwerden einer Seuche, die auch die von ihnen gehaltenen Tiere betreffen könnten, unverzüglich beim zuständigen Veterinäramt melden. Häufig sind diese Klein- und Kleinstbestände beim Veterinäramt nicht bekannt; durch Unachtsamkeit oder fehlende Kenntnis des Tierhalters, der evtl. sorglos und ohne Argwohn seinen Tieren nicht die erforderlichen seuchenrechtlichen Schutzmaßnahmen zukommen lässt, kann sich unter Umständen die Tierseuche weiter verbreiten. Dem Tierhalter kann gegebenenfalls die Verschleppung der Seuche angelastet werden, was im Falle der Nichtbeachtung tierseuchenrechtlicher Maßnahmen für ihn schwerwiegen-de Folgen haben kann, wie z. B. die Übernahme von Entschädigungskosten. Hier gilt das altbewährte Sprichwort: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!"

Hobbyhaltungen
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln