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Was ist BSE?

Stand: 30.09.2014


BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems beim Rind die mit schwammartigen Auflösungen im Gehirn einhergeht. Erstmalig wurde die Krankheit im Jahr 1986 in Großbritannien nachgewiesen.

Wie oft kommt sie vor?

In den letzten zehn Jahren wurden in Deutschland über 20 Millionen Rinder auf BSE untersucht. Insgesamt wurden 415 Fälle von BSE amtlich festgestellt. In den Jahren 2008 und 2009 gab es jeweils zwei Fälle, seit dem Jahr 2010 trat kein weiterer Fall auf (Stand: 07. November 2012). Anfang 2014 wurden zwei Fälle atypischer BSE in Brandenburg festgestellt.

Die OIE (World Organisation for Animal Health - Internationales Tierseuchenamt) weist eine Vielzahl von Ländern aus, die kein oder nur ein geringes Risiko für das Auftreten von BSE haben. D gehört dazu.

(Quelle: Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)

Woran erkennt man BSE beim Rind?

Es können folgende Symptome auftreten: Zentralnervöse Störungen, Überempfindlichkeit gegen Geräusche und Berührungen, ataktischer Gang, Nervosität, Schreckhaftigkeit, Zittern, ungewöhnliches Verhalten, Stampfen und Treten gegen Personen, Bewegungsstörungen bis zum finalen Festliegen, Gewichts- und Konditionsverlust sowie Milchrückgang.

Nur erwachsene Tiere zeigen klinische Symptome.

Wie wird BSE übertragen?

Als wichtigster Übertragungsweg wurde die Verfütterung von infektiösem Tiermehl angesehen. In dem unzureichend erhitzten Tiermehl befanden sich Prion-Proteine kranker Tiere. Bei Prion-Proteinen handelt es sich um Eiweiße deren Struktur anormal ist und die das körpereigene Protein dazu veranlassen sich in krankmachendes Protein umzuwandeln.

Ist BSE auf den Menschen übertragbar?

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft kann eine Übertragung auf den Menschen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Man geht davon aus, dass die neue Variante der Creutzfeld-Jacob-Krankheit (vCJD) die menschliche Form der BSE der Rinder ist. Die vCJD ist bei ca. 200 Personen diagnostiziert worden, die meisten davon befanden sich im Vereinigten Königreich von Großbritannien, in Deutschland wurde die Erkrankung noch nie festgestellt.

Ist der Verzehr von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch und Milch unbedenklich?

Grundsätzlich kann Rindfleisch ohne Bedenken gegessen werden. Im Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung werden alle Rinder die älter als sechs Jahre sind auf BSE getestet. Bei allen Rindern wird darauf geachtet, dass das Risikomaterial bei der Schlachtung entfernt wird.

Der Genuss von Milch ist unbedenklich.

Gelatine durchläuft einen Herstellungsprozess bei dem davon auszugehen ist, dass die Prion-Proteine durch die Erhitzung vollständig zerstört werden.

Können Hunde und Katzen erkranken?

Bei Hunden wurde bisher kein Fall von BSE oder einer vergleichbaren Erkrankung festgestellt. Bei Großkatzen (Löwen im Zoo), die mit rohem Fleisch gefüttert worden waren, wurde BSE nachgewiesen. Bei Katzen heißt die Erkrankung feline spongiforme Encephalopathie (FSE), sie kommt sehr vereinzelt vor.

Ist Katzen- und Hundefutter gefährlich?

Es ist nicht gefährlich, da die verwendeten Rohstoffe Lebensmittelqualität haben.

Kühe in Ostfriesland
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