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Lumpy Skin-Krankheit

Stand: 22.08.2016


Die Lumpy Skin-Krankheit (LSD) oder Dermatosis nodularis ist eine Erkrankung von Rindern, die durch Capripoxviren der Familie der Poxviridae verursacht wird.

Betroffene Tiere können verschiedene Krankheitsverläufe entwickeln. Neben den als charakteristisch einzustufenden Hautknoten und erheblichen Störungen des Allgemeinzustandes durch Fieber und Lymphknotenschwellungen können auch subklinische Verlaufsformen auftreten, bei denen infizierte Tiere symptomlos bleiben. Die Übertragung des Virus erfolgt in erster Linie durch blutsaugende Insekten, wobei es sich um eine rein mechanische Übertragung handelt. Weitere Übertragungen sind durch mit Speichel kontaminiertes Futter bzw. Wasser, kontaminiertes Werkzeug oder Personal (iatrogen) ebenfalls möglich.

Üblicherweise ist die Zahl von Tierverlusten moderat, allerdings können erhebliche wirtschaftliche Schäden durch Produktionsverluste bei Milch und Häuten sowie verringerte Zunahmen der Tiere auftreten.

Das Virus der Lumpy Skin Krankheit kommt weitverbreitet in Afrika vor. Seit 1990 tritt es ebenfalls im mittleren Osten auf. Die Türkei gilt seit 3 Jahren als endemisch. Im August 2015 wurde das Virus erstmals in Europa, bei betroffenen Herden in Griechenland diagnostiziert. Seit dem Frühjahr 2016 melden Bulgarien, Serbien und Mazedonien gehäuft Krankheitsausbrüche. Ein Fortschreiten der Weiterverbreitung auch in die nördliche Richtung muss befürchtet werden, so dass mit der Lumpy Skin Krankheit eine weitere relevante, ehemals „exotische" Tierseuche in der EU Fuß fassen kann und unter Umständen auch Rinder in Deutschland langfristig gefährdet sind.

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