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West-Nil-Fieber

Stand: 28.01.2013


Was ist das West-Nil-Fieber?

Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit und wird von verschiedenen Stechmücken übertragen. Die Erkrankung verläuft meist nicht allzu schwer, nur ca. 20 % der betroffenen Menschen entwickeln Symptome.

Der natürliche Wirt des West-Nil-Virus sind Vögel, hier findet ein Wirtskreislauf zwischen Stechmücken und Wildvögeln als Hauptwirt statt. Der Mensch und andere Säugetiere sind lediglich Fehlwirte.

Das Virus ist in Afrika, Israel, dem Mittleren Osten, Indien, Teilen Südostasiens und inzwischen auch in Nordamerika verbreitet. Vereinzelt sind in den letzten Jahren Ausbrüche in Süd- und Südosteuropa aufgetreten. Das West-Nil-Virus hat sich in den USA auffällig ausgebreitet, dort stehen Erkrankungen in Verbindung mit einer Kombination aus warmen Wintern und heißen, trockenen Sommern.

Durch Zugvögel besteht auch in Europa immer die Möglichkeit der Einschleppung. Aus diesem Grund wurden Untersuchungen an Wildvögeln in Deutschland durchgeführt und Antikörper entdeckt. Das Virus konnte dabei allerdings nicht nachgewiesen werden.

Wie erkennt man das West-Nil-Fieber?

Vogel
Eine Vielzahl von Vögeln ist empfänglich für das West-Nil-Virus, wobei die meisten Infektionen symptomlos verlaufen. Bei schwereren Verläufen können neurologische Erscheinungen und Blutungen in Schnabel- und Kloakenregion festgestellt werden. Die Erkrankung kann mit einer hohen Sterblichkeit einhergehen. In den USA kam es im Jahr 1999 zu einem massiven Vogelsterben, insbesondere bei Rabenvögeln.

Pferd
Es herrschen neurologische Symptome und fiebrige Erkrankungen vor. Ein Teil der Infektionen kann tödlich verlaufen. Für Pferde ist in der Europäischen Union ein Totimpfstoff zugelassen.

Mensch
Beim Menschen sind ca. 80% der Infektionen symptomlos, 20% der infizierten Personen zeigen einen grippalen Infekt mit Fieber. Bei weniger als einem Prozent der infizierten Personen kann es zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung kommen, die in seltenen Fällen (vor allem bei älteren Patienten) tödlich endet. In Deutschland gab es bislang einige wenige aus dem Ausland eingeschleppte Infektionen.

Wie wird das West-Nil-Virus übertragen?

Der eigentliche Wirtskreislauf findet zwischen Stechmücken und Wildvögeln als Hauptwirt statt. Darüber hinaus kann ebenfalls eine Übertragung auf Säugetiere und Menschen stattfinden, wenn die Stechmücken zuvor an infizierten Vögeln parasitisiert haben.

Bei Pferden, Menschen und anderen Fehlwirten werden im Blut keine ausreichend großen Mengen des Virus gebildet, so dass die Erkrankung nicht weitergegeben werden kann.

Was kann man gegen das West-Nil-Fieber tun?

Das West-Nil-Fieber ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bei Verdacht muss der Amtstierarzt umgehend verständigt werden, der alles weitere veranlasst.

Selbst kann man sich in gefährdeten Gebieten vor Insektenstichen schützen.

Importierte Pferde aus gefährdeten Gebieten sollten in Quarantäne gehalten werden.

Die Anwendung von Mitteln, die Insekten vom Pferd fernhalten (Repellentien) ist empfehlenswert. Auf Weiden und Paddocks sollte kein Wasser stehen, um gegebenenfalls eine Vermehrung infizierter Stechmücken zu verhindern.

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