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Aviäre Influenza / Geflügelpest

Geflügelpest, auch aviäre Influenza (AI) oder Geflügelgrippe genannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit, die bei zahlreichen Vogelarten auftritt.
Man unterscheidet bei den aviären Influenzaviren grundsätzlich zwischen den so genannten niedrig pathogenen ("wenig krank machenden") und den hoch pathogenen ("stark krank machenden") Influenzaviren.
Eine Infektion mit hoch pathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) kann bei Nutzgeflügel, wie zum Beispiel bei Hühnern oder Puten, zu hohen Tierverlusten führen. Niedrig pathogene aviäre Influenzaviren (LPAI) rufen dagegen oftmals nur geringe bis gar keine Krankheitsanzeichen hervor. Diese Viren können sich jedoch zu hoch pathogenen Viren entwickeln.
Eine Infektion mit hochpathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) von den Subtypen H5 oder H7 wird als Geflügelpest bezeichnet.
Weitere ausführliche Informationen über Geflügelpest lesen Sie hier.


Aktuelle Lage zur Aviären Influenza

Stand: 07.09.2018

Aktuelle Ausbrüche

In der Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts vom 21.03.2018 wird darauf hingewiesen, dass es seit Jahresbeginn eine Reihe von HPAI H5N6-Nachweisen bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen insbesondere in Nordeuropa gab. Das FLI geht davon aus, dass sich das HPAI-Virus in Europa und in Deutschland immer noch in der Wildvogelpopulation hält.

Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI H5N6) in Deutschland in Geflügelbeständen

In Deutschland wurde der letzte Fall von Geflügelpest bei Enten in einer Hobbyhaltung in Wismar, Mecklenburg-Vorpommern am 31.08.2018 festgestellt.

Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI H5N6) in Deutschland bei Wildvögeln

Am 28.04.2018 wurde bei einem Storch in Niedersachsen, Kreis Vechta und bei einem Bussard aus Nordrhein-Westfalen Geflügelpestvirus (HPAI) vom Subtyp H5N6 bestätigt.

Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI H5N6 und H5N8) in Europa

Seit Juni 2018 wurden in Dänemark, den Niederlanden und in Großbritannien vereinzelt tote oder moribunde Wildvögel (Stockenten, Eiderenten, Höckerschwäne, Graugänse) positiv auf HPAI (H5N6) getestet.

Italien hat seit März 2018 keine HPAI-Ausbrüche mehr gemeldet.

Bulgarien meldete zuletzt im Juni 2018 einen HPAI H5N8 Ausbruch in einer Geflügelhaltung mit 1715 Tieren und im Juli 2018 einen HPAI H5N8 positiven Wildvogel.

Russland meldete seit Juli 2018 zahlreiche HPAI H5 Ausbrüche in Hobbyhaltungen. Am 09.08.2018 wurde in einem Bestand mit über 500 Tieren ein Geflügelpestausbruch mit dem Subtyp H5N2 gemeldet.

Maßnahmen zum Schutz vor Geflügelgrippe

In Niedersachsen wird auch 2018 ein intensives Monitoring zum Vorkommen von aviären Influenzaviren bei Wildvögeln und Geflügel durchgeführt. In diesem Jahr wurden bisher über 370 Proben im Wildvogel-Monitoring untersucht.

 

Ein Verdacht auf Vogelgrippe ist bei dem jeweils zuständigen Veterinäramt zu melden. Auch das vermehrte Vorkommen toter Wildvögel, insbesondere von Enten und Gänsen, sollte dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Noch immer ist es besonders wichtig, dass vor allem Putenhalter Vorsorge treffen, um ihre Geflügelbestände vor einem Erregereintrag zu schützen. Dazu gehört vor allem eine konsequente Einhaltung und Optimierung der Biosicherheitsmaßnahmen.

 
Puten im Stall
Informationen für Jäger

 Merkblatt für Jäger
(0,07 MB)

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