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Lumpy Skin-Krankheit

Stand: 07.08.2017


Die Lumpy Skin-Krankheit (LSD) oder Dermatosis nodularis ist eine Erkrankung von Rindern, die durch Capripoxviren der Familie der Poxviridae verursacht wird.

Neben den als charakteristisch einzustufenden Hautknoten und erheblichen Störungen des Allgemeinbefindens durch Fieber und Lymphknotenschwellungen können auch Krankheitsverläufe auftreten, bei denen infizierte Rinder symptomlos bleiben. Die Übertragung des Virus erfolgt in erster Linie durch blutsaugende Insekten, wobei es sich um eine rein mechanische Übertragung handelt. Übertragungen sind ebenfalls durch mit Speichel kontaminiertes Futter bzw. Wasser, kontaminiertes Werkzeug oder Personal (iatrogen) möglich.

Meist sind die Tierverluste in den betroffenen Herden gering, allerdings können erhebliche wirtschaftliche Schäden durch Produktionsverluste bei Milch und Häuten sowie verringerte Zunahmen der Tiere auftreten.

Das Virus der Lumpy Skin Krankheit kommt weitverbreitet in Afrika vor. Seit 1990 tritt es ebenfalls im mittleren Osten auf. In einigen Ländern, wie zum Beispiel in der Türkei kommt das Virus dauerhaft (endemisch) vor. Seit August 2015 sind mehrere Staaten in Südosteuropa betroffen, wobei sich die Lumpy Skin Krankheit weiter in nordwestliche Richtung ausbreitet. 2016 wurden über 1.300 Ausbrüche vor allem aus Bulgarien, Serbien, Albanien und Russland gemeldet. Vor allem in 2016 wurden in den betroffenen Ländern Massenimpfungen bei Rindern durchgeführt, die die Krankheit in den Regionen erfolgreich eindämmen konnte (Quellen: FLI, EFSA).

 
Karte mit Ausbrüchen der Lumpy Skin Krankheit im Zeitraum 01.01.2015 bis 01.08.2017 (© FLI)

Bisher ist das Virus nicht in Deutschland oder den angrenzenden Ländern aufgetreten. Dennoch ist es wichtig verdächtige Krankheitsanzeichen bei Rindern abklären zu lassen, um mögliche Infektionen mit dem Virus der Lumpy Skin Krankheit schnell erkennen zu können.

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