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West-Nil-Fieber

Stand: 02.08.2018


Was ist das West-Nil-Fieber?

Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen und Vögeln und anderen Säugetieren wie zum Beispiel Pferden, die von verschiedenen Stechmücken übertragen wird. Das Virus ist nahezu auf der ganzen Welt (Afrika, Asien, Nordamerika, Europa) verbreitet. In den letzten Jahren traten in Griechenland, Serbien, Italien, Ungarn, Rumänien, Israel, Spanien, Portugal und Österreich Fälle auf, oftmals waren ebenfalls Menschen von der Infektion betroffen. Auch in diesem Jahr wurden bereits Fälle aus Ungarn, Griechenland, Rumänien und Italien gemeldet. Das WNV wurde bei Menschen sowie bei Tieren jedoch noch nie in Deutschland nachgewiesen.

Der natürliche Wirt des West-Nil-Virus (WNV) sind Vögel, hier findet ein Wirtskreislauf zwischen Stechmücken und Wildvögeln als Hauptwirt statt. Der Mensch und andere Säugetiere sind sogenannte Fehlwirte. Neben Vögeln sind vor allem Pferde betroffen. Daher zählen WNV-Infektionen bei Vögeln und Pferden zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen in Deutschland.

Die Erkrankung verläuft meist nicht schwer, nur etwa 20 % der betroffenen Menschen entwickeln Symptome.

Informationen zu dem Vorkommen von WNV-Infektionen in Europa erhalten Sie hier.

Durch Zugvögel besteht auch in Europa immer die Möglichkeit der Einschleppung. Aus diesem Grund wurden Untersuchungen an Wildvögeln in Deutschland durchgeführt und Antikörper entdeckt. Das Virus konnte dabei allerdings nicht nachgewiesen werden.

Wie erkennt man das West-Nil-Fieber?

Vogel
Eine Vielzahl von Vögeln ist empfänglich für das West-Nil-Virus, wobei die meisten Infektionen symptomlos verlaufen. Bei schwereren Verläufen können neurologische Erscheinungen und Blutungen in Schnabel- und Kloakenregion festgestellt werden. Die Erkrankung kann mit einer hohen Sterblichkeit einhergehen. Vor allem Rabenvögel und einige Greifvogelarten sind besonders empfänglich. Auch Wirtschaftsgeflügel kann betroffen sein.

Pferd
Die Mehrzahl betroffener Pferde zeigt keine Symptomatik. Klinische Erscheinungen zeigen sich in Form von neurologischen Symptomen und fiebrigen Erkrankungen. Ein Teil der Infektionen kann tödlich verlaufen. Für Pferde ist in der Europäischen Union ein Totimpfstoff zugelassen.

Mensch
Beim Menschen sind ca. 80% der Infektionen symptomlos, 20% der infizierten Personen zeigen einen grippalen Infekt mit Fieber. Bei weniger als einem Prozent der infizierten Personen kann es zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung kommen, die in seltenen Fällen (vor allem bei älteren Patienten) tödlich endet.

Wie wird das West-Nil-Virus übertragen?

Der eigentliche Wirtskreislauf findet zwischen Stechmücken und Wildvögeln als Hauptwirt statt. Darüber hinaus kann ebenfalls eine Übertragung auf Säugetiere und Menschen stattfinden, wenn die Stechmücken zuvor von infizierten Vögeln Blut aufgenommen haben.

Bei Pferden, Menschen und anderen Fehlwirten werden im Blut keine ausreichend großen Mengen des Virus gebildet, so dass die Erkrankung nicht weitergegeben werden kann.

Was kann man gegen das West-Nil-Fieber tun?

Das West-Nil-Fieber ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bei Verdacht muss der Amtstierarzt umgehend verständigt werden, der alles weitere veranlasst.

Importierte Pferde aus gefährdeten Gebieten sollten in Quarantäne gehalten werden.

Die Anwendung von Mitteln, die Insekten vom Pferd fernhalten (Repellentien) ist empfehlenswert. Auf Weiden und Paddocks sollte kein Wasser stehen, um gegebenenfalls eine Vermehrung infizierter Stechmücken zu verhindern.

Um einer Übertragung der West-Nil Viren vorzubeugen, sollte man sich in betroffenen Gebieten vor Insektenstichen schützen.

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