LAVES klar

Tierseuchenübungen in Niedersachsen

Stand: 25.09.2015


Im Juli 2014 wurde im Rahmen einer Tierseuchenübung der Umgang mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Niedersachsen geprobt.

In der Infospalte finden Sie in Kürze wieder den Bericht dieser Tierseuchenübung.

Die einschlägigen Richtlinien der Europäischen Union zur Bekämpfung besonders gefährlicher Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche, Schweinepest, Geflügelpest sehen vor, dass die Mitgliedsstaaten detaillierte Alarmpläne für den Fall eines Seuchenausbruches vorbereiten. Weiter ist vorgeschrieben, dass die jeweiligen Veterinärbehörden in regelmäßigen Abständen Simulations- und Echtzeitübungen zur Optimierung der Einsatzbereitschaft durchführen.

Daher werden seit 2003 von den kommunalen Veterinärbehörden in Niedersachsen jährlich Übungen zur Bekämpfung hochkontagiöser Tierseuchen unter der Koordination der Task-Force Veterinärwesen des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) mit folgenden thematischen Schwerpunkten durchgeführt:

Jahr

Tierseuche

Themen

Ort

2003

MKS

"Erste 24 Stunden"

MBZ Wangerland

2004

KSP und AI

Probenahme, Tierseuchennachrichtenpro-
gramm (TSN), Tierseuchen-
bekämpfungshandbuch

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden

2005

MKS

Epidemiologie; TSN, z. T. grenzüberschreitend mit den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden sowie Echtzeitübung in
Leer und Hannover

2006

AI

TSN, Tötung, Schätzung, Beseitigung

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden

2007

KSP

TSN, Impfung, Stand still, Organisation des Mobilen Bekämpfungszentrums

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden sowie MBZ in Barme LK CUX, OHZ, ROW, STD

2008

MKS

TSN, Ordnung im Raum auf dem Betrieb, Reinigung und Desinfektion

2009

AI

TSN, Personaleinsatzplanung, Persönliche Schutzkleidung, Zonenabgrenzung

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden

2010

KSP

Probenahme/Diagnostik, TSN, Aktivierung Krisenzentrum, Epidemiologische Ermittlungen, Lagebesprechung, Vorbereitung der Tötung

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden

2011

KSP und MKS

TSN, Notimpfung (KSP); Krisenfallbearbeitung auf zentraler Installation, Personalrekrutierung, Epidemiologie, Notimpfung, Tötung (MKS)

im MBZ in Barme (KSP); im Gemeinsamen Krisenzentrum CUX-OHZ-ROW-STD; im LAVES und den Landkreisen SHG, PE, VEC, CLP

2012

SP

TSN, Probenahme, Schätzung, Einbindung der Polizei und Pressesprecher

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden

2013

MKS

MBZ-Verlegeübung; Komplettes MKS Krisengeschehen

Im Zweckverband Veterinäramt JadeWeser; MBZ

2014 ASP TSN, Maßnahmen bei einem Ausbruch von ASP Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden
2015 AI TSN, Epidemiologische Ermittlung Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden

2016

MKS

TSN, Epidemiologische Ermittlung, Biosicherheit, Impfung

Vor Ort in den kommunalen Veterinärbehörden


Letztlich spielen im Krisenfall funktionierende Kommunikationswege eine wichtige Rolle. Im Rahmen einer Tierseuchenübung werden diese Wege insbesondere im Hinblick auf die Kommunikation per e-Mail, Fax und Telefon und die Aktualisierung der Kommunikationsdaten überprüft.

Auch wenn seitens der Task-Force Veterinärwesen versucht wird, im Laufe der Jahre ein möglichst breites Spektrum der veterinär- und verwaltungsfachlichen Themen in den Übungen abzudecken, wird mit den landesweiten Übungen lediglich der äußere Rahmen vorgegeben. Mit welcher Intensität die Übungen in den kommunalen Veterinärbehörden durchgeführt werden und ob über die vorgegebenen Inhalte hinaus solche Übungen auch genutzt werden, um z.B. organisatorische Abläufe in der eigenen Behörde zu testen, bleibt der Eigeninitiative der Landkreise und kreisfreien Städte überlassen.

So wurden in den vergangenen Jahren bei den Übungen z. T. die jeweiligen Krisenstäbe einberufen, gemeinsame Tierseuchenkrisenzentren aktiviert oder die Katastrophenschutzorganisationen in die Übungen einbezogen.

MBZ-Übung mit THW
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